Gesprächskonzert mit Tom Beghin: Beethovens Hammerklavier von Thomas Broadwood und die Gehörmaschine

Beethovens Hammerklavier
Freitag 14 Feb 2020 18:00
Bundeskunsthalle Forum
Helmut-Kohl-Allee 4
53113 Bonn

Veranstaltungsinfos

Im Jahr 1817 schenkte der renommierte Londoner Klavierbauer Thomas Broadwood, Ludwig van Beethoven ein Hammerklavier, das bis zu Beethovens Tod in dessen Besitz blieb. Zu diesem Zeitpunkt war der Komponist und Klaviervirtuose fast vollständig taub. Der fortschreitende Gehörverlust beeinflusste die Lebens- und Arbeitsweise Beethovens, der mit der Welt mithilfe eigens für ihn hergestellte Hörrohre und sogenannte Konversationshefte kommunizierte. Der Wiener Instrumentenbauer Andreas Stein hoffte, mithilfe einer 1820 entwickelten, auf den Flügel montierten Gehörmaschine Abhilfe geschaffen zu haben, als er Beethoven vier Jahre später hoffnungsvoll fragte: „Sie hören besser, wenn sie Ihren Kopf unter diese Maschine geben – nicht wahr?“

Am belgischen Orpheus Institut in Gent ist es dem Fortepianisten und Musikwissenschaftler Tom Beghin gemeinsam mit Spezialisten gelungen, Beethovens Gehörmaschine zu rekonstruieren.

Im Rahmen eines Gesprächskonzerts führt Tom Beghin vor, wie Beethoven seine letzten drei Klaviersonaten op. 109, 110 und 111 mutmaßlich gehört oder meistens die Vibrationen gefühlt hat. Er spürt außerdem der Frage nach, ob und wie die Gehörmaschine Einfluss auf den Kompositionsprozess hatte.

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